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Bezahlmethoden von Onlineshops - und ihr Einfluss auf den Umsatz

Zu den wichtigsten Entscheidungen, die Online-Händler bei der Gestaltung des Checkout-Prozesses zu beachten haben, ist das Angebot an Zahlungsverfahren. Viele Kunden haben Präferenzen zu ganz konkreten Zahlungsverfahren und verlassen Onlineshops, wenn eines ihrer bevorzugten Zahlungsverfahren nicht angeboten wird. Das ist für den Händler natürlich ärgerlich, wenn der Kauf war schon fast unter Dach und Fach gewesen ist.

Das Angebot an Zahlungsverfahren stellt somit einen wichtigen Faktor dar: Im positiven Fall fällt es dem Kunden kaum auf - im negativen Fall sorgt es aber für Unzufriedenheit und eventuelle Kaufabbrüche.

Wichtige Erkenntnisse zum Einfluss der Zahlungsverfahren auf den Umsatz haben wir einer aktuellen Studie (2020) „Erfolgsfaktor Payment“ der ibi research GmbH an der Universität Regensburg entnommen.

Für Online-Händler ist dabei sicher interessant, welche Bezahlmethoden Kunden in welcher Situation bevorzugen bzw. umgekehrt sogar absolut ablehnen – aber eben auch, dass diese Präferenzen sich ändern.

Hier kommt der aktuelle Stand der Dinge:

  • 72 % der befragten Kunden haben eine bevorzugte Bezahlmethode, davon
  • 57 % PayPal
  • 22 % Rechnung
  • 11 % Kreditkarte
  • 5 % Lastschrifteinzug.


Noch 2013 wollten 45 % per Rechnung zahlen, 20 % mit Kreditkarte und 19 % über PayPal. 


Doch aufgemerkt: Die Verteilung der tatsächlich durchgeführten Zahlungen weicht von den gewünschten Bezahlmethoden deutlich ab! Die Wunsch-Bezahlmethode ändert sich in dem Moment, wenn Kunden davon ausgehen, dass zumindest ein Teil der Bestellung retour geht. Dies ist beispielsweise der Fall wegen der Größenauswahl bei Kleidungsstücken. Dann führt die Rechnung plötzlich mit 49 %, gefolgt von PayPal mit 35 %. Die Kreditkarte geht auf 8 % zurück.

„Auf keinen Fall“ nutzen würden 37 % der Befragten die Nachnahme und 30 % die Vorkasse. Hingegen schließen aber 40 % keinen Zahlungsmodus grundsätzlich aus.



Welche Bezahlmethoden in Online-Shops werden nun tatsächlich benutzt?


Bei rund 90 % aller Käufe ist es eine der vier Hauptzahlungsarten: PayPal, Kreditkarte, Rechnung und Lastschrift. Und was bedeutet das für die Auswahl von Bezahlmethoden seitens der Online-Händler, wenn sie auf Kundenwünsche Rücksicht nehmen wollen? Nach Möglichkeit sollten sie sich breit aufstellen, denn: Keins der Verfahren schafft es allein, mehr als 6 von 10 Käufern anzusprechen (!).


Das höchste Risiko von Warenkorbabbrüchen wegen unpassender Bezahlmethoden handeln sich Online-Shops ein, die ausschließlich eine Bezahlmethode anbieten: Hier springen selbst bei PayPal 42 % der Käufer ab, bei Rechnung über die Hälfte, bei Kreditkarte und Lastschrift über 70 %.


Vor- und Nachteile von Bezahlmethoden


Das Management der verschiedenen Anbieter sowie die Frage der Kosten, der Zahlungssicherheit und des Datenschutzes ist natürlich für Sie als Händler gut abzuwägen. Denn eine pauschale Ideallösung gibt es nicht. Gehen wir kurz auf die Vor- und Nachteile einer bestimmten Kombination von Bezahlmethoden für Ihren Online-Shop ein.




1. Gebühren und Kosten



Bezahlung auf Rechnung oder im Lastschriftverfahren ist so lange für Sie günstig, wie Sie Ihrem Geld nicht hinterherrennen müssen und Überweisungen sich Ihren Lieferungen sofort zuordnen lassen. Ist dies nicht der Fall, stehen dem Vorteil geringfügiger Kontogebühren Ihrem nachträglichen Aufwand gegenüber. Zahlungsdienstleister verlangen genau dafür Ihr Geld, dass Sie sich um solche Fragen keine Gedanken zu machen brauchen. PayPal verrechnet etwa rund 1,5–2,5 % vom Bestellwert zuzüglich 35 Cent Grundgebühr. Kreditkartenunternehmen verlangen im Durchschnitt 1 – 3 %. Hinsichtlich Kosten und Zahlungssicherheit für Händler günstige Lösung ist die Sofortüberweisung. 
Beachten Sie in jedem Fall, dass Ihrem Kunden keine zusätzlichen Kosten für bestimmte Zahlungsweisen aufgebürdet werden dürfen.



2. Aufwand und Zahlungssicherheit


Die Kosten für Einrichtung und Verwaltung jeder zusätzlichen Bezahlmethode können sich schnell summieren. Bei Kreditkarten beispielsweise ist neben der obligatorischen Prüfung des Online-Shops ein Akzeptanzvertrag mit der sogenannten Acquirer-Bank und die Einschaltung eines externen Payment Service Providers erforderlich. Die Kreditkartenzahlung gilt im allgemeinen aber als gewisses Merkmal an Seriosität. Generell bieten natürlich ungeachtet von Kosten und Aufwand alle Bezahlungsmethoden, die Ihnen als Online-Händler den Eingang der geschuldeten Zahlung garantieren, einen erheblichen Sicherheitsfaktor und Vorteile für Ihre Liquidität.




3. Datenschutz



Dass Kundendaten auch bei jedem Bezahlvorgang verarbeitet und gespeichert werden ist hinlänglich bekannt. ZBitte beachten Sie auch, dass in Ihrer Datenschutzerklärung enthalten sein muss, welche Dritten im Zuge der Bezahlung persönliche Daten erhalten. Und dass vor der Verarbeitung die ausdrückliche Zustimmung des Kunden erfolgen muss. 
Die kommerzielle Seite Mein Datenschutzbeauftragter bietet eine ausführliche und praxisbezogene Darstellung aller wesentlicher Merkpunkte im Zusammenhang von Bezahlmethoden im Online-Shop und den aktuellen Datenschutzbestimmungen.


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