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Passwort-Sicherheit: Leichtfertiger Umgang mit Passwörtern

  • Passwort-Sicherheit: Leichtfertiger Umgang mit Passwörtern

Es ist schon erschreckend: trotz täglicher Meldungen über Daten- und Identitätsdiebstahl sind „123456“ und „hallo“ die beliebtesten Passwörter. 

Wissenschaftler des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) haben im Rahmen einer Studie zur Mehrfachnutzung von Passwörtern rund 1 Milliarde Nutzerkonten analysiert und ausgewertet. Und man soll es kaum glauben - die Zahlenkombination „123456“ ist das weltweit meistbenutzte Passwort. Unter den gut 30 Millionen geleakten Nutzerkonten, die als .de-Domain registriert sind, haben es 54.000 Nutzer verwendet.

Auf den weiteren Plätzen folgen „hallo“, „passwort“ oder „schatz“ oder Varianten wie „hallo1“ und „passwort1“. Die Fans eines deutschen Fußballclubs scheinen entweder besonders leichtsinnig oder ihrem Verein so treu ergeben zu sein, dass sich ihre Fan-Liebe im Passwort widerspiegelt: „schalke04“ steht auf Platz 4 der beliebtesten deutschen Passwörter.

Die Liste des HPI ist erschreckend und deutet offensichtlich darauf hin, dass sich viele Internetnutzer noch immer wenig Gedanken über ihre Sicherheit im Netz machen. Schwache Passwörter sind zu leicht zu knacken. Kriminelle haben dadurch einen sehr einfachen Zugriff auf persönliche Accounts und auf die damit verbundenen Daten und Informationen und können mit dem Handel der gestohlenen Identität Geld verdienen und dem eigentlichen Nutzer unter Umständen einen sehr hohen Schaden zufügen.

Daher empfehlen wir:
- ein Passwort niemals für ein weiteres Internetkonto zu verwenden,
- die Passwörter regelmässig zu wechseln (keine Varianten zum vorherigen Passwort)
- und sie so komplex wie möglich zu machen.

Bei etlichen Diensten ist eine Kombination aus Buchstaben, Ziffern und/oder Sonderzeichen mittlerweile ohnehin Pflicht. Hilfe versprechen auch sogenannte Passwortmanager, die individuelle Passwörter erstellen oder die Zwei-Faktor-Authentifizierung.


Nachtrag zur Studie:
Die untersuchten Konten stammen übrigens aus 31 veröffentlichten Datenlecks in unterschiedlichen Bereichen und sind im Internet frei verfügbar. Beipielsweise wurden erst in 2016 mehrere Daten-Leaks bekannt, bei denen Hunderte von Millionen Nutzerdaten gehackt wurden. Darunter waren bekannte Namen wie MySpace, Yahoo und LinkedIn.

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